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Einen großartigen Erfolg konnte Schachspieler FM Thomas Michalczak in der vergangenen Woche beim internationalen Münster Open in Senden feiern. Zur Zeit ist Michalczak, der seine ersten Züge bei den heimischen Königsspringern machte, bei der SVGG Plettenberg in der NRW-Oberklasse aktiv. Beim Münster Open in Senden durfte er sich jetzt über seine erste IM-Norm freuen. Damit hat er den ersten von drei Schritten zur Erringung des Titels ‚Internationaler Meister’ getan. In der Steverhalle in Senden zeigte er sich von seiner allerbesten Seite. Zum Auftakt kam er erwartungsgemäß zu einem mühelosen Sieg über Mathias Kordel (1891 DWZ) von der DJK Adler Buldern 1919, schließlich spielen zu Beginn eines CH-System-Turniers stärkere gegen schwächere Akteure. Dennoch haben die sogenannten Underdogs Chancen sich einen ‚Skalp’ zu holen. So musste sich Michalczak’s Mannschaftskollege IM Thomas Henrichs, ebenfalls kein unbekanntes Blatt im Vestischen Schachkreis, mit einem Remis begnügen. Weiter ging es mit einem weiteren lockeren Sieg über Christian Rebber (2136 ELO) von der SG Ahaus/Wessum. Rebber ist ebenfalls kein Unbekannter für viele Königsspringer, nahm er doch schon einige Male an den Osterblitzturnieren teil. Ab der dritten Runde warteten dann die ganz dicken Brocken auf Michalczak. Gegen den Großmeister Vladislav Nevednichy (2575 ELO) aus Rumänien, immerhin Nummer zwei der Startliste, machte er zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Nach einer langen Nervenschlacht behielt er in einem schwierigen Turmendspiel kühlen Kopf und holte sich den ganzen Punkt. Am nächsten Tag wurde ihm der topgesetzte GM Andrei Istratescu (2595 ELO, Nummer 195 der Weltrangliste) zugelost. Nach einer ausgezeichneten Vorbereitung kam er mit den schwarzen Steinen nach 20 Zügen zu einem schnellen Remis. Damit war der Weg zu seiner IM-Norm bereitet. Von da an riskierte Michalczak nicht mehr alles. Gegen den Iraner FM Massoud Amir Sawadkuhi (2259 ELO) vom Hamburger SK begnügte er sich mit einem Remis. In der sechsten Runde wartete mit Jozsef Pinter (2518 ELO, Nummer vier der Setzliste) ein weiterer Großmeister auf ihn. In hoher Zeitnot begnügte er sich auch hier trotz großer Vorteile mit einem Remis. Nun musste er gegen GM Klaus Bischoff (2564 ELO, Nummer drei der Setzliste) vom SK König Plauen ran. Bischoff ist einer der stärksten deutscher Schachspieler. Mit der Nationalmannschaft errang er vor wenigen Jahren bei der Schacholympiade den Bronzerang. Hier spielte Michalczak seine schwächste Partie und fuhr seine einzige Niederlage ein. Die Norm schien wieder in weite Ferne zu rücken. Nur zwei Siege in den zwei verbleibenden Runden konnten ihn noch retten. Nach einer ebenfalls großartigen Vorbereitung überrollte er Dr. Martin Müller (2074 ELO) von der SK Herne-Sodingen. In der neunten und letzten Runde spielte er dann die vielleicht spektakulärste Partie des ganzen Turniers. Seinen Gegner Josef Beutelhoff (2179 ELO) von der SK Lüdinghausen jagte er über das ganze Brett. Am Ende wurde er mit dem ganzen Punkt belohnt. Bei der Siegerehrung durfte er sich dann seine IM-Norm abholen. Platz fünf in der Gesamtwertung war dann fast schon nur noch zweitrangig. Alle Ergebnisse sowie Partien zum Nachspielen unter www.sk32.de |