Es ist einfach wie verhext. Auch am siebten Spieltag der Verbandsklasse III vergab die erste Mannschaft des Schachvereins Königsspringer Haltern im Abstiegskampf zahlreiche Chancen. Am Ende stand für Alfons Schulz & Co. (3:9 Punkte) „lediglich“ ein 4:4 gegen den Mitkonkurrenten (5:7). Zu wenig im Abstiegskampf, für die Gäste bedeutete dieser Punkt fast schon den Klassenerhalt. Zwar stehen noch zwei Begegnungen aus und noch bestehen theoretische Chancen, aber das man gerade gegen die Aufstiegskandidaten SF Buer (11:3) und SF Brackel (9:5) noch mindestens drei Punkte holt, ist nach den bisherigen Leistungen sehr unwahrscheinlich.

Bereits im letzten Jahr kam es zu einem 4:4, damals war es noch eine große Überraschung. Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste mussten ersatzgeschwächt antreten. Während Mannschaftsführer Josef Czarnik auf Lars Lehmann verzichten musste, fehlte bei den Bochumern das zweite Brett. Bis auf deutliche Vorteile der Lindener am Spitzenbrett, waren alle anderen Partien vollkommen offen.

Und es wurde auch der erwartete knappe Mannschaftskampf. Czarnik holte in diesem wichtigen Spiel nach knapp 2 Stunden den ersten halben Punkt. Nach einer ausgeglichenen Eröffnung einigten sich beide Spieler auf eine frühe Punkteteilung. Auch Edgar Ribbeheger musste sich mit einer Punkteteilung begnügen. Für beide Akteure mit den schwarzen Steinen eigentlich ein kleiner Erfolg.

Zu diesem Zeitpunkt schien alles möglich. Doch dann verlor Marco Lombardi völlig unerwartet. In einer leicht besseren Stellung stellte er einzügig einen Turm ein. Doch Roland Michalicek, für Lars Lehmann in die Mannschaft gekommen, sorgte nur wenig später für den 2:2 Ausgleich. In einer schlechten Stellung profitierte er von einem kapitalen Fehler seines Gegners.

Es folgten zwei weitere Remise durch Martin Weber und Ludger Lautenschütz. Während Weber in seinem Spiel keine Gewinnmöglichkeiten mehr sah, musste Lautenschütz in einer besseren Stellung zwangsweise in das Remis einwilligen. In hochgradiger Zeitnot hatte er übersehen, dass er dreimal die Stellung wiederholt hatte.

Nun spielten nur noch Alfons Schulz und Hans-Jürgen Kürten. Beide kämpften über fünf Stunden sehr verbissen, wollten den Abstieg um jeden Preis vermeiden. Am Ende jedoch leider vergeblich. Während Schulz trotz großer Gegenwehr am Ende doch kapitulieren musste, verbuchte Kürten mit seiner exzellenten Endspielführung noch den Punkt zum 4:4. 

Da Mitkonkurrent SG Höntrop (ebenfalls 4:10) mit 3:5 gegen SF Brackel II verlor, schoben sich die Königsspringer dank der besseren Brettpunkte auf den achten Platz. Der SV Linden und RW Altenessen haben ihren Vorsprung (je 6:8) verteidigt. Am 28.3. geht es nun gegen den SF Buer um die letzten theoretischen Chancen.

Die Einzelergebnisse:

KS Haltern – SV Linden 4:4

Schulz – Schreck 0:1, Kürten – Schaper 1:0, Ribbeheger – Hahn ½, Weber – Hochstein ½, Czarnik – Knauf ½, Lautenschütz – Unteregge ½, Lombardi – Bömelburg, J. 0:1, Michalicek – Bömelburg, R. 1:0.

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