Die Frage über den Klassenerhalt in der Schach-Verbandsklasse III wurde in diesem Jahr erst am grünen Tisch entschieden. Spielerisch tat sich die erste Mannschaft der Königsspringer Haltern im entscheidenden Duell am letzten Spieltag beim Schlusslicht Rochade Eving zuvor mehr als schwer. Nur mit viel Mühe konnten sich die Halterner Schachcracks sich eine 4:3 Führung erkämpfen.

Dabei hatte Lars Lehmann sein Team gegen die ersatzgeschwächten Gastgeber schnell in Führung gebracht. Es folgten zwei Remise durch Hans-Jürgen Kürten und Edgar Ribbeheger. Doch dann begann auf einmal das große Zittern. Alfons Schulz hatte am Spitzenbrett das Nachsehen. Auch Marco Lombardi stand bereits mit dem Rücken zur Wand.

Mannschaftsführer Josef Czarnik sorgte zunächst für die erneute Führung der Ersten. Nun lag aber alles an Ludger Lautenschütz und Martin Weber. In dieser brenzligen Situation behielt Lautenschütz klaren Kopf. Mit einem mutigen Königsangriff setzte er sich schließlich durch.

Nun spielte nur noch Weber. In einem Läuferendspiel mit einem Bauern mehr für Weber wollte sein Gegner ihn über die Zeit schieben. Dagegen legte Weber nach den FIDE-Regeln Protest ein. Der Kampf wurde beim Stande von 4:3 für die Erste abgebrochen.

Da zeitgleich Mitkonkurrent SC Läufer Wanne-Eickel zu einem vollkommen unerwarteten 4:4 gegen den souveränen Aufsteiger Stadtgrenze Mülheim kam, hätte den Königsspringern demnach ein 4:4 nicht gereicht. Ein Anruf beim Verbandsspielleiter um 20.30 Uhr zog dann jedoch Jubelstürme nach sich. Er hatte die Partie von Weber bereits Remis gewertet. Damit stand der Klassenerhalt für die Königsspringer endlich fest.

Die Einzelergebnisse:

Rochade Eving – KS Haltern 3,5:4,5

C. Michalek – Schulz 1:0, Kleinbaumhüter – Schulz ½, Pahne – Lautenschütz 0:1, F. Michalek – Weber ½, K.-H. Regber – Ribbeheger ½, W. Regber – Czarnik 0:1, Böttger – Lombardi 1:0, Benke – Lehmann 0:1.

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