Im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsklasse musste die erste Mannschaft des Schachvereins Königsspringer Haltern am vergangenen Sonntag einen herben Dämpfer hinnehmen. Am  vierten Spieltag der Bezirksliga gab es eine 3:5 Niederlage im Spitzenspiel beim SV Waltrop.

Beide Teams gingen ohne Punktverlust in das richtungsweisende Match. Während die Gastgeber aus dem Ostvest in Bestbesetzung antreten konnten, mussten die Halterner mit Mannschaftsführer Josef Czarnik sowie Thomas Schniederjan gleich auf zwei Leistungsträger verzichten. Das sollte man am Ende teuer bezahlen.

Schnell gingen die Kanalstädter mit 2:0 in Führung.  Hans Backmann hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Nach einem frühen Figurenverlust sah er keinen Rettungsweg mehr und musste sich geschlagen geben. Die Niederlage von Marco Lombardi kam dagegen schon etwas überraschender. Während Lombardi am Königsflügel angriff, brachte sein Gegner am Damenflügel seine Türme in Stellung. Diesem Manöver hatte der Königsspringer nichts mehr entgegen zu stellen.

Doch noch war lange nichts entschieden. Zuerst konnte Manfred Pöter auf 1:2  verkürzen. Mit einer schönen Angriffspartie ließ er seinem Gegner nicht zur Entfaltung kommen und holte sich verdient den ganzen Punkt. Es folgte die erste Remispartie des Tages. Hans-Jürgen Kürten stand nach der Eröffnung leicht bedrängt. Mit einem Figurenopfer und einem anschließenden Dauerschach konnte er sich jedoch geschickt aus der Umklammerung befreien.

Markus Rohloff sorgte dann für den heißersehnten Ausgleich. Von Beginn an übernahm Rohloff das Geschehen auf dem Brett. Der spielentscheidende Materialgewinn ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Aber die Gastgeber gingen erneut in Front. Roland Michalicek, bisher mit drei aus drei der Topscorer im Team, hatte an diesem Tag das Nachsehen. Nach einer Ungenauigkeit verlor er einen Turm. Sein Gegner ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen.

Doch trotz des 2,5:3,5 Zwischenstandes durften sich die Königsspringer noch Hoffnungen auf einen Sieg machen. Denn sowohl Alfons Schulz als auch  Martin Weber hatten Vorteile auf ihrer Seite. Aber der Gegner von Schulz verteidigte sich so geschickt, dass er die Partie noch Remis halten konnte. Nun lag alles an Weber am Spitzenbrett. Und diese Partie bot alles, was Schach so interessant macht. In beidseitiger horrender Zeitnot ging es hin und her. Zunächst sah Weber mit einer Mehrqualität bereits wie der Sieger aus. Doch der Königsspringer schaffte es nicht, den Sack zu zumachen. Und wie es so kommen sollte, kam es dann auch. Als beide Spieler ihre Züge nur noch so herunter blitzten kam der Waltroper Spitzenspieler auf einmal wieder ins Spiel, übernahm die Initiative und konnte die Partie am Ende sogar noch zu seinen Gunsten entscheiden.   

Jetzt wird es ein Hauen und Stechen im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze geben. Waltrop hat mit 8:0 Punkten die besten Chancen. Es folgen mit Unser-Fritz I, dem SV Erkenschwick II und den Königsspringern drei Teams mit 6:2 Zählern. Am 18.12. kommt es dann jetzt schon zu einem kleinen Finale, wenn der Klassenprimus aus Herne nach Haltern reisen müssen. Der Verlierer wird sich über die Jahreswende dann Gedanken über neue Ziele machen müssen.

Die Einzelergebnisse:

SV Waltrop – KS Haltern 5:3

Breidenbach – Weber 1:0, Drewes – Kürten 1/2, Eckert – Schulz 1/2, Sehrbrock – Rohloff 0:1, Schwammbach – Lombardi 1:0, Harde – Michalicek 1:0, Odenwald – Pöter 0:1, Winterberg – Backmann 1:0.

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