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Es war bereits weit nach Mitternacht. Es lief nur noch eine Partie. Und eben diese sollte über den Ausgang der Stadtmeisterschaft im Schach entscheiden. Am Ende war dann die große Überraschung perfekt. Vor der Runde standen mit Josef Czarnik, Edgar Ribbeheger und Thomas Schniederjan drei Spieler punktgleich an der Spitze. Aber keiner von ihnen sollte am Ende vorne stehen. Zunächst bewahrte Roland Michalicek seine theoretischen Chancen mit einem glücklichen Sieg über Bruno Menge. Was dann kam, war an Dramatik kaum noch zu überbieten. Schniederjan vergab gegen Martin Weber einige gute Matchbälle. Nach vier Stunden wurde er dann vom topgesetzten Weber noch ausgekontert. Damit war Schniederjan aus dem Rennen und Weber nun wieder im Geschäft. Und nachdem die Spitzenpaarung zwischen Ribbeheger und Czarnik nach fünf Stunden mit einem Remis endete war das Rätselraten groß. Wer ist denn nun Nachfolger von Marco Lombardi? Denn mit Ribbeheger, Czarnik, Weber und Michalicek standen nun gleich vier Akteure mit 5,5 Punkten an der Spitze. Es musste die Feinwertung (Buchholz) entscheiden. Dafür musste der Rechner angeschmissen werden. Und dieser löste den Nebel in Sekundenbruchteilen auf, wofür die Spieler in sieben Spielen mit jeweils über vier Stunden keine Lösung gefunden hatten. Mit dem geringsten nur möglichen Vorsprung von nur einem Buchholzpunkt schaffte Weber den nicht mehr für möglich gehaltenen Sprung vom vierten auf den ersten Platz und feierte damit seinen ersten Stadtmeistertitel. Es folgten Czarnik und Ribbeheger. Undankbarer vierter wurde Michalicek. Die Ergebnisse der letzten Runde: Ribbeheger – J. Czarnik ½, Schniederjan – Weber 0:1, Menge – Michalicek 0:1, Granitza – Panian 0:1, Baars – Schulz ½, Lombardi – Hoffmann 1:0, Thomas – Dreckmann 0:1, Walter – S. Czarnik 0:1, Lehmann – Brathe ½, Michaelis – Ave ½, Dr. Damm – Pöter 0:1, Söntgens – Kulinna ½, Dreier – Keblat 0:1, Hüwener – Strübig 0:1, Dudziak – Furlitsch 1:0. Endstand: 1. Weber (5,5 Punkte;32 Buchholzpunkte), 2. J. Czarnik (5,5;31,5), 3. Ribbeheger (5,5;28,5), 4. Michalicek (5,5;26,5), 5. Schniederjan (5;28,5), 6. Panian (5;28), 7. Schulz (4,5;29,5) 8. Lombardi (4,5;27). |