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Edgar Ribbeheger heißt der alte und neue Vereinsmeister des Schachvereins Königsspringer Haltern. Nach unerwarteten „Schwächen“ in der Vorrunde setzte er sich in der Endrunde souverän durch und sicherte sich bereits zum vierten Male in Folge den Titel. Insgesamt 16 Spieler nahmen Anfang Februar den Kampf um die Schachkrone auf. In zwei Vorrundengruppen wurden die vier Endrundenteilnehmer ermittelt. Neukönigsspringer Markus Rohloff mischte die Gruppe A regelrecht auf. Ohne Punktverlust stürmte er ins Finale. Damit bewies Rohloff, dass er eine echte Verstärkung für die Königsspringer ist. Als Zweiter qualifizierte sich Josef Czarnik für die Endrunde. Lediglich gegen Rohloff musste er sich geschlagen geben. Albert Panian musste sich mit 4,5 Punkten begnügen und verpasste damit die Finalrunde. Ein ausgezeichnetes Turnier bestritt dagegen Dr. Heinz Damm. Der Senior der Königsspringer, und wie Rohloff ebenfalls erst seit Anfang des Jahres Mitlied, bewies bei seinem ersten Turnier überhaupt ungeahnte Stärken. Drei Punkte standen am Ende bei ihm zu Buche. Ebenfalls auf drei Punkte kam Manfred Pöter, der sich etwas unter Wert verkaufte. Es folgten Helmut Kulinna und Ulrich Hüwener die es in diesem starken Feld von Beginn an sehr schwer hatten. Spannender war es da schon in der Gruppe B. Lange war es nicht klar, wer sich hier qualifizieren würde. Zur Überraschung vieler setzte sich dann Routinier Bruno Menge mit 5,5 Punkten durch. Der Kampf um den zweiten Platz war dann schon fast ein Hitchcock-Thriller. Ribbeheger, der sich überraschenderweise zwei Niederlagen gegen Roland Michalicek und Ralf Michaelis erlaubte, und Franz Dreckmann kamen auf fünf Zähler. Also musste die Feinwertung (Sonneborn-Berger) entscheiden. Hier hatte dann Ribbeheger mit 15 zu 12,5 Punkten knapp die Nase vorn. Michalicek konnte mit seinen vier Punkten am Ende nicht zufrieden sein. Michaelis dagegen konnte vor dem Turnier nicht unbedingt damit rechnen, vier Punkte zu erkämpfen. Ein Superergebnis für den neuen Mannschaftsführer der dritten Mannschaft. Michael Hoffmann und Eduard Kweseleit kämpften verbissen und machten den Favoriten das Leben sehr schwer. In der Finalrunde ging es dann für alle vier Akteure wieder von Null los. Menge hatte sein Pulver in der Vorrunde verschossen. Am Ende blieb ihm lediglich der undankbare vierte Platz. Der Kampf ums Treppchen war äußerst spannend. Rohloff gewann sicher gegen Menge und remisierte gegen Ribbeheger. Es sah sehr gut für ihn aus. Doch in seiner letzten Partie gegen Czarnik patzte er in der Eröffnung. Rohloff verlor und war raus aus dem Rennen. Die Entscheidung über den Titel musste nun in der Partie zwischen Ribbeheger und Czarnik fallen. Nach einem packenden Kampf hatte Titelverteidiger Ribbeheger das nötige quentchen Glück auf seiner Seite. |